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Der betörende Duft der Freiheit: Barrierefreie Parks und Gärten startklar für Saisoneröffnung

Pirna, 25. März 2021 (tpr) – Von der Bundesgartenschau in Erfurt, über den Rhododendronpark in Ostfriesland oder den Findlingspark im Lausitzer Seenland bis zum Schlossgarten im Ruppiner Seenland: Deutschlands barrierefreie Parks und Gärten zeigen sich bald wieder im schönsten Frühlingskleid. Auch Menschen mit Behinderungen können hier in den Farben und Düften des neuen Lebens schwelgen.

Der nach „Reisen für Alle“ zertifizierte egapark ist das Herzstück der Bundesgartenschau 2021. Copyright: ega gGmbH, Steve Bauerschmidt

Der nach „Reisen für Alle“ zertifizierte egapark ist das Herzstück der Bundesgartenschau 2021. Copyright: ega gGmbH, Steve Bauerschmidt

Erfurt steht im Zeichen der Bundesgartenschau 2021

Die Bundesgartenschau verwandelt Erfurt ab 23. April in ein Blütenmeer. Die Stadt in der Mitte Deutschlands mit ihrem mittelalterlichen Flair blickt auf eine lange Gartenbautradition zurück. Bereits 1865 kamen hier zur ersten internationalen Gartenschau 400 Aussteller aus aller Welt zusammen. Die Bundesgartenschau, die bis 10. Oktober zu sehen ist, knüpft an diese Tradition an. Mehr als 30 verschiedene Schau- und Themengärten laden zum Flanieren ein.

Herzstück ist der nach „Reisen für Alle“ ausgezeichnete egapark, ein Gartendenkmal mit jahreszeitlich bepflanzten Blumenbeeten. Im neuen Wüsten- und Urwaldhaus Danakil führt ein barrierefreier Rundgang Besucher durch die Pflanzen- und Tierwelt zweier Klimazonen. Im Duft- und Tastgarten sind Gäste eingeladen, Pflanzen zu fühlen und zu riechen. Handläufe und Tafeln in Brailleschrift erleichtern Blinden die Orientierung. Im barrierefrei zugänglichen Deutschen Gartenbaumuseum gehen Besucher auf Entdeckungsreise durch die gärtnerische Vergangenheit bis zu den technischen Neuerungen im modernen Erwerbsgartenbau. Für Familien mit Kindern gibt es auf dem größten Spielplatz Thüringens, dem „Gärtnerreich“, viel zu entdecken.

Das zweite Ausstellungsgelände befindet sich auf dem Petersberg. Hier thront die Zitadelle über den Dächern der Stadt, eine der größten und die einzige weitgehend erhaltene barocke Stadtfestung Europas. Zur Buga stehen historische Gartenkunst sowie die Gartenbautradition Erfurts im Mittelpunkt. Der Blumenkohl „Erfurter Zwerg“, der Kopfsalat „Brauner Trotzkopf“ und die Puffbohne „Beste Erfurter Volltragende“ sind nur drei von unzähligen alten Gemüsesorten, die im Festungsgraben wachsen. Die Anlage ist per gläsernem Aufzug auch für Rollstuhlfahrer leicht erreichbar.

Auf beiden Ausstellungsflächen, die durch die barrierefrei zugängliche Straßenbahnlinie 2 verbunden sind, können Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder Lernbehinderung sowie Gehörlose und Blinde an speziellen Führungen teilnehmen.

www.buga2021.de

Ostfriesland lädt zur Rhododendrenblüte, in Themen- und Klostergärten ein

Ganz im Norden der Republik lockt zwischen Mitte April und Anfang Juni die üppige Blüte der bis zu zehn Meter hohen Rhododendren im Rhododendronpark Hobbie nach Westerstede in Ostfriesland. Die nach Reisen für Alle zertifizierte Anlage ist mit 70 Hektar Deutschlands größter Park dieser Art. Rollifahrer nutzen den gut befahrbaren, über zwei Kilometer langen Rundweg. Ein belebendes Erlebnis – nicht nur für Menschen mit Sehbehinderungen und Blinde – ist der Barfuß-Parcours.

Ein Musterbeispiel für Barrierefreiheit ist der Park der Gärten in Bad Zwischenahn, der vom 17. April bis 10. Oktober geöffnet ist. Deutschlands größte Mustergartenanlage bietet ein steigungsfreies Wegesystem, auch der Aussichtsturm ist für Rollstuhlfahrer bis zur ersten Ebene erreichbar. Am Blindenbrunnen ist Ertasten ausdrücklich erwünscht. Der Geruchssinn wird in der Duftarena, an der Duftorgel und bei den Duftpflanzen gefordert. Die neue Ausstellung „Piepmatz & Co.“ zur heimischen Vogelwelt ist barrierefrei und interaktiv gestaltet. Führungen für Menschen mit Sehbehinderungen und Blinde sowie Führungen in Gebärdensprache können gebucht werden.

Heilpflanzen und Gemüsesorten des Mittelalters kommen Besucher im ganzjährig zugänglichen Klostergarten Ihlow auf die Spur. Am Standort eines ehemaligen Zisterzienserklosters sind eine moderne Imagination der Klosterkirche sowie vier Themengärten entstanden. Im Hexengarten gedeihen giftige Alraune und Bilsenkraut, im Mariengarten blühen Lilien und Marienblümchen, im Heilpflanzengarten wachsen Kräuter der Klostermedizin und im Küchengarten Erdbeerspinat und Haferwurz. Führungen werden nach Anmeldung für Menschen mit Handicap angeboten.

https://hobbie-rhodo.de/
www.park-der-gaerten.de
www.kloster-ihlow.de

Lausitzer Seenland verzaubert mit Findlingen und Rosen

Europaweit einzigartig ist der Findlingspark Nochten im Lausitzer Seenland: Mit 7000 Findlingen aus Skandinavien sowie mehr als 100.000 Heidepflanzen, Sträuchern und Gehölzen wurde ein besonderer Landschaftsgarten gestaltet. Die markanten Steine, welche die letzte Eiszeit in die Region transportierte, förderte der Braunkohlebergbau zu Tage. Der Findlingspark ist mit allen Sinnen erlebbar. Mit den Händen lassen sich Gräser und Steine ertasten, die Füße erkunden den Barfußpfad. Lavendel und Thymian sind ein Dufterlebnis für die Nase, Pechnelken und Rhododendren verzaubern mit ihren kräftigen Farben. Für Rundfahrten steht das Elektromobil zur Verfügung, das auch einen Platz für Rollstuhlfahrer bietet. Neu entwickelt wurden Audioguides für Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen. Geöffnet ist der Park bis 2. November.

Von Mai bis September ist die prächtige Rosenblüte im Ostdeutschen Rosengarten Forst ein Hingucker. Zehntausende Rosenstöcke in fast eintausend Sorten faszinieren Besucher in der mehr als einhundert Jahre alten Parkanlage, die Elemente des Jugendstils und des englischen Landschaftsgartens verbindet. Mit dem Rollstuhl lässt sie sich auf ebenen Wegen erkunden. Führungen sind ebenfalls für Rollstuhlfahrer buchbar. Für blinde und sehbehinderte Menschen steht ein taktiler Parkführer bereit. Ein besonderes Angebot ist die Rundfahrt in einer indischen Rikscha.

www.rosengarten-forst.de
www.findlingspark-nochten.de

Ruppiner Seenland entführt in Schlossparks

Auf den Spuren der preußischen Kurfürsten und Kurfürstinnen durch einen Schlosspark wandeln – dazu lädt das Ruppiner Seenland ein. Im für Rollstuhlfahrer zugänglichen Schlosspark Oranienburg, den Kurfürstin Louise Henriette von Oranien im 17. Jahrhundert anlegen ließ, trifft barocke Landschaftskunst auf moderne Gartenzimmer. Im historischen Teil lustwandeln Besucher im Schatten alter Bäume vorbei an Teich und Orangerie. Im modernen Teil spazieren sie durch 16 Gartenzimmer. Das sind Gärten, die sich symbolisch mit den verschiedenen Lebensthemen der Kurfürstin beschäftigen. Ein Findlingspfad erzählt Wissenswertes zur Erdgeschichte.

Malerisch am Grienericksee gelegen erfreut Schloss Rheinsberg mit seinem Lustgarten immer wieder seine Besucher. Kronprinz Friedrich verbrachte hier glückliche Jahre und übte schon einmal für das weltbekannte Sanssouci. Er ließ die Hauptachse des Lustgartens mit Gartenportal sowie eine lange Querachse anlegen. Sein Bruder Heinrich erweiterte Schloss und Garten. Höhepunkt ist sein 1758 erbautes Heckentheater, in dem noch heute Open-Air-Aufführungen stattfinden. Rollstuhlfahrer können den Park auf festen Wegen erkunden.

www.oranienburg-erleben.de
www.schloss-rheinsberg.de

Pressebereich mit hochauflösenden Fotos zum Thema:
www.press-area.com 

Herausgeber:
Arbeitsgemeinschaft „Leichter Reisen – Barrierefreie Urlaubsziele in Deutschland“
Anschrift:
Geschäftsstelle der AG Leichter Reisen – Barrierefreie Urlaubsziele in Deutschland
c/o Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V.
Bahnhofstr. 21, 01796 Pirna
https://www.leichter-reisen.info/

Pressekontakt:
Angela Zimmerling
THIEL Public Relations e. K.
Radeberger Straße 28, 01099 Dresden
Telefon: +49 351 31406966
E-Mail: presse(at)thielpr.com

Über Leichter Reisen:
Zehn deutsche Urlaubsregionen und Städte haben sich seit 2008 zur Arbeitsgemeinschaft Barrierefreie Reiseziele in Deutschland (seit 2018: Leichter Reisen) zusammengeschlossen. Gemeinsam leisten sie Pionierarbeit bei der Entwicklung von Reiseangeboten für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, mit Hör-, Seh- und Lernbehinderungen, für Gehörlose und Blinde sowie für Familien und Senioren. Zu den Mitgliedern gehören die Regionen Eifel, Ostfriesland, Sächsische Schweiz, Südliche Weinstraße, das Fränkische, Lausitzer und Ruppiner Seenland, außerdem die Städte Erfurt, Magdeburg und Rostock.

Kooperation mit Deutscher Bahn AG:
Seit 2008 arbeitet die Arbeitsgemeinschaft eng mit der Deutschen Bahn AG (DB) zusammen. Im Rahmen dieser Kooperation entstanden individuelle Mobilitätspakete bzw. Reiseangebote, welche auf die Wünsche und Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Urlauber abgestimmt sind.
www.bahn.de/reiseziele-barrierefrei

Fördermitglied der Deutschen Zentrale für Tourismus:
Seit 2010 ist die Arbeitsgemeinschaft Fördermitglied der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT). Die DZT ist das nationale "Tourist Board" mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. Sie entwickelt und kommuniziert Strategien und Produkte, um das positive Image der deutschen Reisedestinationen im Ausland weiter auszubauen und den Tourismus nach Deutschland zu fördern. Dabei bewirbt sie konsequent die vorbildlichen barrierefreien Angebote in Deutschland.
www.germany.travel