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DEHOGA kämpft für Sachsens Gastronomen

Von den am Mittwoch angekündigten Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen bleibt die Gastronomie ausgespart. Damit droht immer mehr Unternehmen der Branche die Zahlungsunfähigkeit – auch in Sachsen. Der DEHOGA Sachsen schätzt, dass ohne baldige wirkungsvolle Rettungsmaßnahmen 30 Prozent der gastgewerblichen Betriebe im Freistaat schließen müssen. Der Verband ist derzeit mit den sächsischen Ministern im intensiven Gespräch, um dieses Szenario abzuwenden.

Leere Tische: Die Gastronomie gilt als die am härtesten von der Coronakrise betroffene Branche. Foto: Zakaria Zayane/Unsplash

Dresden, 17. April 2020 (tpr) – Am Donnerstag traf sich Axel Klein, Hauptgeschäftsführer der DEHOGA Sachsen, gemeinsam mit den Vertretern weiterer Verbände mit Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, mit Sachsens Staatsminister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, Wolfram Günther und mit Sachsens Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Martin Dulig, um die Konsequenzen der anhaltenden Sanktionen und Rettungsmaßnahmen für die Branche zu erörtern. Anschließend kam es noch zu einem Vier-Augen-Gespräch mit dem Ministerpräsidenten.

„Unsere wichtigsten Forderungen sind jetzt die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes in der Gastronomie auf sieben Prozent, ein Rettungsfonds für die Branche vergleichbar dem Rettungsfonds für die Landwirtschaft 2018, Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld, Kurzarbeitergeld für Azubis auch in den ersten sechs Wochen und Zuschüsse statt Darlehen für die Branche“, erklärt Klein.

„Wir rechnen jetzt mit schneller Bewegung bei diesen Themen sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene“, so der Verbandschef. Zuschüsse für Azubis und Zuschüsse zum Kurzarbeitergeld wurden bereits in Aussicht gestellt. Sachsen will zudem die Sieben-Prozent-Initiative auf Bundesebene unterstützen. Auch soll ein Fachberatergremium installiert werden, um schnell wirkungsvolle Lösungen für die Branche zu erarbeiten und umzusetzen.

„Wir kämpfen gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern für eine Lösung und werden diese einfordern“, so Klein. „Uns geht es darum, den Mittelstand als Motor des Tourismus und der Wirtschaft zu erhalten, Auszubildenden ihren Ausbildungsplatz und Zehntausende Fachkräfte vor der Arbeitslosigkeit zu retten.“

Heute, elf Uhr, werden Gastronomen aus ganz Sachsen vor der Dresdner Frauenkirche mit leeren Tischen und Stühlen auf ihre prekäre Situation aufmerksam machen. Auch der DEHOGA Sachsen beteiligt sich an der Aktion. ■